GoPro – Actionkamera-Hersteller in der Krise?

Wie groß ist das Geschäft mit den Actionkameras wirklich? Nicht mehr allzu groß möchte man meinen, wenn man auf die aktuellen Zahlen aus dem Hause GoPro schaut. Dieser schwächelte zuletzt stark und wirkte dem einbrechenden Umsatz bereits im November vergangenen Jahres mit der Streichung von 200 Arbeitsplätzen entgegen.

aktionskameraDa sich auch in der Zwischenzeit keine Besserung einstellte, müssen nun  weitere 270 Beschäftigte Ihre Schreibtische räumen. Nun drängen sich vehement die Fragen auf, wie groß der Markt für Actioncams eigentlich wirklich ist und ob der Platzhirsch GoPro seinen oftmals deutlich günstigeren Konkurrenten überhaupt noch etwas entgegensetzen kann.

Zumindest im immer noch belastenden Weihnachtsquartal 2015 konnte letzteres nicht bewiesen werden. Aufgrund von Umbaukosten und Steuerbelastungen stieg der Verlust rapide auf 115,7 Millionen Euro an. Zwar wurden immerhin 2,3 Millionen Kameras verkauft, was einer Steigerung von 14 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, doch deutlich weniger als besseren Weihnachtsgeschäft 2014.

Das Problem ist allerdings weit gravierender: Durch den munter weiter wachsenden Funktionsumfang von Smartphones, könnten Actioncams bald ein Nischendasein fristen. Zudem ist GoPro schon lange nicht mehr alleine in der Sparte aktiv. Wesentlich günstigere Konkurrenzprodukte – von Contour oder Rollei z.B. – machen GoPro das Leben schwer. Denn sie sind nicht nur günstig, sondern haben in Sachen Funktionen und Qualität auch deutlich aufgeholt.

Wie der Marktführer seine Vorherrschaft verteidigen möchte ist bislang noch unklar. Fakt ist jedenfalsl: es wird alles andere als einfach.