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Vorratsdatenspeicherung – Von Behörden mit Sammelwut und Bürgern die sich nicht an Gesetze halten

„VDS“ ist die Kurzform des neuen Gesetzes. Gemeint ist die Vorratsdatenspeicherung, für die der Bundestag nun grünes Licht gegeben hat. Doch was wird da eigentlich gespeichert und was will der Staat damit?

 

Es geht prinzipiell darum, dass die Bundesregierung Straftaten im Internet besser unter Kontrolle bekommt bzw. besser nachverfolgen kann. An sich keine schlechte Idee, denn das Internet ist längst zu einem Spielplatz für Kriminelle geworden. Hetze, Viren und Abzocke – all das lauert im Internet. Doch damit soll jetzt endlich Schluss, zumindest, wenn es nach der Bundesregierung geht. Telekommunikationsanbieter sollen in Zukunft dazu verpflichtet werden Mobilverbindungen zehn Wochen lang zu speichern. Das beinhaltet nicht nur IP-Adressen sondern auch Chatgespräche. Es werden allerdings nur die zeitlichen Daten erfasst, zu denen diese Gespräche stattfinden. Verläufe können sich die Behörden nicht durchlesen. Das gilt auch für die Internetseiten, die angesurft werden. Allerdings darf der Standort, der über mobile Geräte ermittelt wird bis zu vier Wochen gespeichert werden. Somit können auch Bewegungsprofile erstellt werden, von denen sich die Polizei bessere Chancen bei der Ermittlung von Straftätern erhofft. So zumindest die Idee. In der Praxis muss sich das Gesetz noch beweisen, denn viele Abgeordnete sind der Überzeugung, dass Speicherfirsten zu kurz sein, damit sie etwas nützen. Doch Diskussionen hin oder her, eine Mehrheit der Bürger ist verärgert über das neue Gesetz und fühlt sich in der Freiheit eingegrenzt, was auch durchaus berechtigt scheint, wenn man mit Internetkriminalität noch nie etwas am Hut hatte.

Was meint ihr dazu?